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Witterungsaufnahme durch den HundDer Hund ist im Gegensatz zum Menschen ein Nasentier. Zoologische Einstufung als Großriecher. Sein Geruchssinn ist uns millionenfach überlegen. Er erlebt seine Umwelt zum größten Teil mit der Nase und dem Geruchssinn. Es ist unbedingt erforderlich, dass wir dem Hund ausreichend Gelegenheit geben, seinen Geruchssinn vernünftig auszuleben. Fährtenarbeit gibt dazu die beste Gelegenheit.
Suchen macht Spaß und ist "Kopfarbeit"
Der Wildhund jagt auf verschiedene Art. Er findet seine Beute durch von ihr ausgehender Körperwitterung. Hat er diese Witterung stöbernd wahrgenommen so schleicht er sich mit hoher Nase an die Beute heran. Oder er findet die Beute durch die von ihr hinterlassene Fährtenwitterung, der er mit tiefer Nase folgt. Jeder Tritt eines Stück Wildes hinterlässt aus den vorhandenen Duftdrüsen entsprechende Witterungszeichen, die wie Signale auf die Nase eines Raubtieres wirken. In einem gewissen Abstand von der Beute wirkt dann Ohr und Auge mit. Beim Finden hilft ferner das Gedächtnis. Es werden Orte aufgesucht, wo sich erfahrungsgemäß Beutetiere aufhalten. Diese Art des Jagens und Finden nennt man beim Jagdhund das Stöbern. Das Fährten Der Hund findet mittels Fährten - und Körpergeruch. Das Stöbern nach der Fährtenwitterung mit hoher Nase und unter Zuhilfenahme der Augen ist unerwünscht. Die Ausbildung soll bezwecken, dass die Fährtenstraße am Boden mit tiefer Nase ausgearbeitet wird. Der Mensch, der sich im Gelände fortbewegt, erzeugt eine Reihe von Gerüchen. Verschiedene Geruchsarten und Geruchskomponenten vereinigen sich zu einem besonderen Mischgeruch, dem der Hund in der Fährtenstraße nachspürt.
Donata sucht eine Fährte
= Eingedrücktes Erdreich, umgestülpte Laub - und Erdschichten, Freilegen von verwesenden organischen Bestandteilen unter der Erdoberfläche, deren feuchte Teile verdunsten, verletzte Pflanzen, Mikroorganismen, Kerbtiere, Insekten, Individualgeruch des Fährtenlegers der durch die Kleidung und das Schuhwerk am Boden abgestreift wird, Eigengeruch der Suchgegenstände. = Spurleitend für den Hund ist das Gesamtduftfeld der Fährtenstraße. Der Hund hält seine Nase nicht in den Fährtengeruch, sondern an dessen Grenze. Er gleitet mit der Nase an dieser Grenze entlang um sich durch das Erschnüffeln reizloser Luft den Fährtengeruch selbst wirksam zu erhalten. Deshalb arbeitet der Hund auf stark duftenden Fährten nicht mit tiefer Nase.
Suchen mit "tiefer" Nase
Einige Grundregeln zum Legen der Fährte: = Vergewissere Dich vor dem Fährtenlegen über die Luftftströmungsverhältnisse, die Bodenverhältnisse, die Geländestruktur und die Geländeeignung. = Das Fährtenlegen bzw. das Fährtenverfolgen auf trockenem Steinboden,Sandboden ohne Pflanzenbewuchs, Beton und Asphalt ist nur in Ausnahme Fällen möglich, ebenso auf stark geruchsausströmenden Oberflächen wie Heu und Mist. = Feuchter Sandboden, auch ohne Pflanzenbewuchs, hält dagegen bei günstigerWetterlage die Fährten bis ca. 12 Std. = Auf Erdboden der mit Gras und Pflanzen bewachsen ist, halten sich bei günstiger Wetterlage, also bei feuchter Luft und mäßigen Winden ohne Sonneneinstrahlung, Fährten bis ca. 24 Std. = Fällt Schnee auf die Fährte, so hält sie sich manchmal noch, wenn der Neuschnee 4 cm nicht übersteigt. . = Lang anhaltender Regen vernichtet den Fährtengeruch. = Geringer Regen erleichtert das Ausarbeiten von Fährten. = Starker Frost hat keinen ungünstigen Einfluß auf das Ausarbeiten. = Dagegen vernichten trockene Luft, starker Wind und Sonnenbrand in unbeschattetem Gelände die Fährten manchmal schon nach 2-3 Std.
Donata "verweist" einen Gegenstand
Der Gegenstand wird abgeholt und gezeigt
Orientierung im Gelände: Am Boden Geländestrukturen zu Hilfe nehmen: Gräben, Saatreihen. Nur markante Punkte in unmittelbarer Nähe der Fährte suchen; Bäume, Sträucher, Blumen und Steine. Die markanten Punkte in unmittelbarer Nähe der Spur schematisch immer nur rechts oder links passieren, keine beweglichen Fernpunkte aussuchen wie z.B Kräne und Fahrzeuge. Eine Fährtenskitze anlegen. Diese Orientierung im Gelände ist deshalb so wichtig, daß wir jederzeit genau wissen, wo die Fährte verläuft und wo die einzelnen Winkel, Bögen und Gegenstände liegen. = Benutze während des Aufbaustadiums immer das gleiche Schuhwerk. Lege die Fährten möglichst bei jedem Wetter = Variiere ständig die Form der Fährte, die Länge der Schenkel, Bögen und Winkel. Die Gegenstände sollten nicht größer als eine Brieftasche sein oder als Arbeitshandschuhe. Die Farbe der Gegenstände darf sich nicht wesentlich vom Gelände abheben. Benutze keine Suchpäckchen und nehme nichts aus Glas, Metall oder Plastik. Bewahre die Suchgegenstände vorher mind. 30 Min. an Körperstellen auf die am schweißaktivsten sind.
Vor dem Fährteneingang
Beim Legen des Winkels ist auf eine einwandfreie Bodenbeschaffenheit zu achten. Kein Winkel darf sich direkt auf einem Geländewechsel befinden. Der Winkel sollte an einer markanten Stelle sein, die aus mind. 30m gut einzusehen ist. Auslegen der Gegenstände auf der Fährte:
Lege die gut verwitterten Gegenstände so zwischen Deine Füße auf die Fährte, dass ein Überlaufen weitgehenst ausgeschlossen ist. Unterbrich beim Legen der Gegenstände nicht deine Gangart. Auch ist es zu vermeiden, sie in der Nähe der Winkel oder unmittelbar nach einem Geländewechsel abzulegen. -- Direkt am oder vor dem Geländewechsel ist es günstiger, ( markanter Punkt ) --. Beim Ablegen des Gegenstandes keine Bodenverletzung verursachen und keine besondere Markierung anbringen. Denke beim Fährtenlegen auch ein bisschen an die Prüfungsordnung. Es ist nicht gestattet, Fährten zu legen, die über ihren gesamten Verlauf vom Hundeführer optisch wahrgenommen werden können, ausgenommen sind Witterungseinflüsse wie Schnee und Reif. Bei der FH ist Geländewechsel, sowie das Überqueren einer befestigten Straße vorgeschrieben. Sie haben Interesse an Fährtenarbeit? Mailen Sie mir,oder rufen Sie mich an!
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