meine-hunde-und-ich


 

 

 

 

Hier möchte ich mich und meine "Hundelaufbahn" vorstellen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 33 Jahren lebe ich mit Hunden und Katze!

  

Meinen ersten Hund habe ich 1976 in München auf dem Stachus erworben, der kleine Kerl war ein paar Wochen alt und sollte eingeschläfert werden. Für ein paar Mark bekam ich ihn. Ich war 18 Jahre alt, hatte eine erste eigene Wohnung und keinen Plan von Hund und Co.

Dementprechend wurde es ein Fiasko! Biggi war ein Jack Russel Mix und dementprechnd war auch sein Verhalten. Ich war damals heillos überfordert.

 

Zu dieser Zeit interessierte man sich kaum für Kynologie, der Hund hat zu funktionieren und wenn es eben nicht auf die nette Art  klappt dann eben mit Gewalt. So zumindest wurde es mir als 18 jährige unerfahrene Hundehalterin vermittelt.

 

Die nächsten Jahre mit meiner Biggi kann ich nicht als stressfrei und harmonisch beschreiben, Klopapierrollen wurden durch die Wohnung gezogen, Teppiche und Schuhe zerfetzt, selbst Tische und Bänke waren nicht sicher vor diesem Energiebündel. Ich reagierte damals völlig falsch und machte alles noch viel schlimmer, denn mein Hund verstand mich nicht.

Trotz allem liebte ich Hunde und vor allen Dingen deren Urahnen - die Wölfe.

 

 

Biggy (rechts) mein erster Hund (ein Jack Russel-Mix)

links Lady

leider kein Bild von Timmy, der sich auf der anderen Seite aufhält.

 

 

 

Mit 25 Jahren erfüllte ich mir einen langgehegten Traum - einige Zeit bei und mit Wölfen zu leben. ( Forschungsgehege 13 HA im Schwarzwald mit einem von handaufgezogenen Rudel).

Dort gingen mir die Augen auf und ich bekam in diesen 6 Wochen einen anderen Blick für unseren Haushund, dessen Rudelverhalten und seiner Sprache.

Ich fing an, mir mehr Gedanken zu machen, beobachtete viel, besonders mein eigenes Rudel, dessen Verhalten untereinander und besuchte Seminare und Vorträge der damaligen Wolfsforscher.

 

Kurz darauf zog der 2. Hund bei mir ein. Dobermann/Schäferhund-Mix Timmy. Damals 1 Jahr alt, er wurde im Tierheim abgegeben, da er Probleme innerhalb seiner Familie machen würde. Schon damals versuchte ich ohne unnötigen Druck diesen Hund zu formen. Mir wurde bewusst, wieviel ich falsch gemacht hatte in den letzten Jahren und daß es in erster Linie darum geht, Vertrauen aufzubauen und dem Hund Sicherheit zu geben. Also musste ich lernen, ein ruhiger und souveränder Rudelführer zu werden, den Hunden klaren Ansagen zu geben, auf diesen zu bestehen und auch durchzusetzen.

Zu Timmi stiess dann noch 2 Jahre später Schäferhund Lady, ein ehemaliger Zwingerhund. Mit den 3 Hunden klappte es schon viel besser im Zusammenleben, da ich nun auch wusste wie ich ihnen begreiflich machen konnte was ich von ihnen wollte. Nach kurzer Zeit war es sehr harmonisch mit mir und den dreien. Seither integriere ich immer wieder Problemhunde in mein bestehendes Rudel, was natürlich anfangs viel Nerven, Geduld und auch Zeit kostet.

 

Ich arbeitete mit meinen Hunden im Bereich Unterordnung, Fährte und auch VPG.  Beide Hunde, Timmi und Lady erreichten die FH1 sowie VPG 3, und dies ohne Stachelband und ständige Brüllerei. Das heisst natürlich nicht das ich ihnen alles erlaubte, aber ich arbeitete dmals schon ohne Gewalteinwirkung.  Ein harter und unsensibler Umgang mit dem (Gebrauchs)Hund war zu dieser Zeit auf den Gebrauchshundeplätzen völlig normal und ich wurde von den alten Herren Hundeführer recht oft belächelt. Wieso den Hund für seinen Gehorsam belohnen?? Das braucht der doch nicht!! Ich würde meine Hunde verhätscheln wurde mir immer wieder gesagt etc. - das Gegenteil war der Fall. Meine Hunde hatten Vertrauen zu mir, ich war für sie einschätzbar, nicht launisch und brachte ihnen mit viel Geduld bei was ich von Ihnen wollte. Auch deshalb liebten sie es, mit mir zu arbeiten und liefen freudig mit, im Gegensatz zu vielen anderen armen Kerlen, die nur Druck bekamen und dementsprechend mit eingekniffener Rute auf dem Platz arbeiteten, wohl wissend was sie erwartet. Bis heute habe ich noch viel mehr dazugelernt wie ich meine Hunde motiviere, wobei dies nicht bedeutet, das ich sie nur mit Samthandschuhen anfasse!! Klare Ansage zur richtigen Zeit! Damit sie mich auch verstehen!

 

 

 

Lady

 

 

 

 

1993 bekam ich meinen 1. Hovawart. Eine 3,5 Jahre alte schwerst vernachlässigte und halb verhungerte Hündin - Dana. 23 Kilos brachte sie auf die Waage.

 

 

 

Dana mit Freundin Leonie

 

 

Sie bildete ich zum Therapiehund aus, wir gingen in Schulen und Kindergärten. Zu ihr stiess 1996 Casper, ein Streuner 1. Grades und im Jahr 2000 dann Donata

.

 

 Donatas Geschichte...

 

 

 

Donata heute

 

 

 

Am 29. April 2000 änderte sich mein Leben und das meiner 2 Hunde, Hovawartdame Dana und Cao da Sera des Aires Rüde Casper, Kater Filou sowie Bobo, ein Graupapagei . Bisher lief es bei uns äusserst harmonisch im Zusammenleben mit den Tieren.

 

Alle Tiere hatte ich aus 2. Hand, sozusagen gebraucht, mit vielen Macken bekommen. Dana war nach 3,5 Jahren schwer misshandelt mit 23! Kilos (Normal ist ca 36 kg) zu mir gekommen, Casper war ca. 3-4 Jahre alt und Streuner in  

 

 

 

 

 

Casper

 

 

Portugal gewesen, der nach 3 Tierheimaufenthalten in Portugal, Spanien und Deutschland sein zuhause bei mir fand und Bobo, der Grau- Papagei, der über 1 Jahr bei einer türkischen Familie im Wellensittichkäfig lebte!!

 

Da unsere Dana bereits auf ihr 10. Lebenjahr zuging, beschloss ich, dass ein 3. Hund den beiden in die Jahre gekommenen Hunden ganz gut tun könnte und nahm mit der  Zuchtwartin des HZD Hovawart Zuchtverband Deutschland/VDH) Kontakt auf.   

 

Einige Wochen später wurde ein Zuhause für ein 11 Monate altes Hovimädel gesucht.  

 

Angeblich kamen die Besitzer nicht mehr mit ihr zurecht und gaben sie dem Züchter zurück. Nach einigem Hin und Her wurde sie von ihrem Züchter aus Bremen zu mir nach Rödermark gebracht.

 

Auf neutralem Boden trafen wir uns, und als die Autotür aufging giftete mich

ein blonder Teufel an. Ich beachtete sie nicht, mir war zuerst wichtiger, wie meine beiden Hunde auf sie reagieren würden.

 

Das war von Anfang an kein Problem, Donata ordnete sich Dana sofort unter und nach einem kurzen Spaziergang fuhren wir zu mir nach Hause. Dort lagen die Hunde dann friedlich im Wohnzimmer, wir sassen am Kaffetisch. Donata lag unter dem Tisch. Als ich mich ans Knie fasste (Donata lag ca. 1 m weg von mir) bekam ich ihre Zähne zu spüren. Sie hatte mir ohne Vorwarnung in die Hand gebissen. Wir waren beide entsetzt, so schlimm hatten wir es uns nicht vorgestellt. Donata fühlte sich von mir bedroht, ich fragte mich nur, was ihr angetan wurde, daß sie so angstagressiv regierte?

 

Anschliessend pinkelte sie mehrmals ins Wohnzimmer. Ihr Züchter meinte, das es das wohl gewesen wäre und wollte Donata wieder mit nach Bremen nehmen, Einschläfern war jetzt wohl angedacht.

Was mich dazu brachte zu sagen, " nein ich versuche es mit ihr", weiss ich heute nicht mehr, vielleicht weil sie mir trotz allem sehr leid tat und ich ahnte dass es dann ihre letzte Reise gewesen wäre. 

Durch ein Telefonat mit ihrem Vorbesitzer erfuhr ich nicht viel, nur dass für den Hund kein Platz im Haus gewesen sei, da umgebaut wurde und der Hund im "Zwinger" einem umgebauten Schuppen untergebracht wurde.??!!

Ein Hund fühlt sich in der kleinsten Hütte wohl, wenn sein Rudel um ihn ist und er genügend Auslauf und Beschäftigung erhält... oder? Gerade als Welpe ist dies in jeder Phase seiner Entwicklung das wichtigste - es prägt!  

Ansonsten zog mit Donata das Chaos ein, sie bedrohte jeden, der ihr zu nahe kam, ging sofort und ohne Vorwarnung auf Angriff über.

Auffallend war, dass sie an ihrer linken Flanke eine handteller große Wunde hatte, dort hatte sie sich das Fell selbst herausgerissen. Ein Besuch beim Tierarzt ergab, daß sie ausgelappt und total entzündete Analdrüsen hatte, die ihr viel Schmerzen bereiteten. Für uns hiess das - jede Woche Tierarzt, Maulkorb auf und mit 3 Leuten den Hund bändigen und behandeln. Für eine gute Mensch/Hund-Bindung war dieses Procedere nicht gerade förderlich.

 

 

Heute hat sie keine Probleme mehr damit, wir haben die Kurve noch rechtzeitig gekriegt. Trotz allem lassen wir es  alle 3 Monate kontrollieren.

Schon lange brauchen wir keinen Maulkorb beimTierarzt mehr, im Gegenteil, sie ist so voller Vertrauen und führt sich wie ein Lamm auf! obwohl sie diese Prozedur überhaupt nicht mag.   

 Im normalen Alltag schloss sie sich mir schnell an und bedrohte mich nach einigen Tagen nicht mehr. Ansonsten hielt sie Abstand, liess sich nicht gerne anfassen und war sehr misstrauisch. 

Mir fiel auch auf, dass Donata auf kein Spielzeug reagierte. Nur Fressen war für sie das Wichtigste!

Das nutzte ich natürlich aus!

 

Ich fütterte sie oft aus der Hand um ihr Vertrauen zu gewinnen, streichelte sie dabei, was sie aber nur wegen dem Futter duldete. Das nächste Problem waren Männer, jeder Mann wurde ohne Vorwarnung sofort angeknurrt und beim Näherkommen auch angegriffen, das war übel, da ich zwei fast erwachsene Söhne im Haus hatte, die wirklich aufpassen mussten.

Alles in allem - der Hund war die reinste Katastrophe und nach 4 Wochen wollte sogar ich aufgeben, mittlerweile hatte ich über 4 Kilo Gewicht verloren durch den permanenten Stress.

 

Der Züchter konnte sie nicht holen und einschläfern, ich wollte und konnte den Gang zum Tierarzt mit ihr nicht antreten.

 

Wir erreichten eine entscheidende Besserung mit Bachblüten und Homöopathie. Ich massierte sie täglich nach der TT Methode, was sie sichtlich genoss und sie entspannte sich. Abends wartete sie schon auf ihre Massage! Mit der Zeit wurde sie ruhiger und ausgeglichener.

Vor der Bachblütenbehandlung und der Massage hatte sie stundenlange Unruheschübe, sie wusste einfach nicht wo sie ihr Ei hinlegen soll.

 

Gleichzeitig wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. 2 Tierärzte dachten sie hätte Milben, erst der 3.Tierarzt nahm mich ernst und machte ein Blutbild. Sie war trotz extrem wenig Futter dicker als meine ältere Hündin. Ich vermutete damals schon was mit dem "Stoffwechsel"

Nach der Blutuntersuchung wurde sie mit Hormonen eingestellt, bis heute gibt es keine Probleme damit. Nur meinen Wunsch, mit ihr in der HZD zu züchten musste ich aufgeben.

Im Juni sind wir dann auf den Hundeplatz gegangen und haben gearbeitet, dort lernte sie auch, Ruhe in einer Gruppe zu bewahren, Leute nicht anzuknurren, Sitz, Platz und eben das übliche Procedere. Dort hatten die Leute nicht soviel Angst vor so einem Untier. Dort erfuhr sie, dass Menschen freundlich sind und wurde langsam zugänglicher. Ihr Vertrauen in mich wuchs ständig! 

 

Ich dachte schon wir wären über den Berg, als sie mich nach ca. 5 Monaten aus heiterem Himmel angriff als sie an einem Knochen nagte. Ich wollte nur an ihr vorbeigehen. Ein schwerer Esszimmerstuhl rettete mich vor einem Biss in Richtung Hals. Sie war wie eine Furie auf mich losgegangen, ohne Vorwarnung!

 

Also gut sagte ich mir dann, das bekommst du auch noch in den Griff. Und so

"erfand" ich unsere Knochentherapie. Knochen gab es nur noch auf ihrer Decke aus meiner Hand. Ich hielt den Knochen und sie nagte, dabei streichelte ich sie und redete mit ihr. Das alles dosiert täglich mehrmals mehrere Minuten. Nach einem halben Jahr dachte ich, nun könnte ich es wagen ihr einen Knochen hinzulegen, und was macht die Trulla, sie brachte ihn mir damit ich ihn hielt. Seitdem gab es damit nie wieder ein Problem.  Sie hat seitdem keinerlei Agressionen mehr gegenüber Menschen, selbst wenn es um Futter geht.

Regelmässig gingen wir mindestens 2 mal die Woche auf den Hundeplatz wo ich sie ausbildete und wir langsam aber sicher ein richtig gutes Team wurden.

Auch beim Gassigehen muß Beschäftigung sein

 

Nach 1 Jahr waren wir für unsere 1. Prüfung angemeldet - die Begleithundeprüfung. Niemand war nervöser als ich. Wusste ich doch nicht, wie sie auf den Prüfer und im Aussenteil reagiert, wo sie auch, alleine angebunden, Ruhe bewahren musste, wenn Hunde und Menschen an ihr vorbeigehen.

Ausserdem war der Prüfer ein Mann und mit Männern hatte sie immer noch Probleme. Wir hatten zwar geübt, immer wieder ging ich mit ihr durch die Stadt, die sie im früheren Leben nie kennengelernt hatte.

Aber es ging alles bestens, die Prüfung legten wir beide als Beste ab. Ich war der glücklichste Mensch!

 

Danach fingen wir mit Breitensport an, haben einige Pokale geholt und waren ein tolles Team. Auch bei der Landesmeisterschaft der Gruppenunterordnung waren wir dabei. 

 

 

 

 

 

   Hessenmeisterschaft / Gruppenunterordnung

 

  

 

Die Obedienceprüfung legten wir mit einem tollen 2. Platz ab mit der Note vorzüglich und Aufstieg in die 1. Klasse. 

 

Auf dem Hundeplatz ist sie einer der Vorzeigehunde, der selbst beim "Steh" noch mit hoch erhobener Rute freudig wedelt. Ein Worcaholic, der auch beim Spazierengehen beschäftigt werden will. Mehrmals die Woche gehen wir deshalb im Rudel Gassi, daß sie den Kontakt mit fremden Hunden hat und auch mit ihnen spielt. Fährtenarbeit sowie Spiel, Spass und Gehorsam beim Gassigehen gehört für uns zum täglichen Ritual. 

 

 

 

 wir vertragen uns

 

  

Spielen ist nach dem Fressen die zweitliebste Beschäftigung. Lange hat es gedauert,

bis sie gelernt hat mit mir zu spielen, weil man das wohl in ihrer Welpenzeit auch versäumt hatte.

Bindung und Vertrauen zu einem Menschen hat sie vorher nie erlebt. Die ersten Jahre hat Donata mich sehr viel Zeit und Geduld gekostet. Sie dankt es mir jeden Tag aufs Neue mit ihrem Vertrauen, ihrem Verhalten - durch sich selbst - so wie sie heute ist. Ein Traumhund, wie ich ihn vorher nie gehabt habe und dadurch ist sie für mich einmalig. Die viele Zeit und Energie die ich aufgewändet habe ist schon lange Vergangenheit. Es hat sich mehr als gelohnt.  

 

Die Erfahrungen mit Donata, Biggi, Lady,Timmi, Casper... (und mit vielen anderen "Problem" Hunden ) haben mich zu dem Studium Hundetherapie geführt um aus meinem Hobby einen Beruf zu machen.  

 

Ich arbeitete bereits einige Jahre als Ausbilderin und Ausbildungswartin und absolvierte natürlich die geforderten Ausbildungsscheine im Bereich VPG (Vielseitigkeitprüfung, bestehend aus Unterordnung, Schutzdienst und Fährte) sowie Obedience/Fortgeschrittene.  

 

Viele Hunde-Mensch-Teams habe ich bis zur erfolgreichen Prüfung hin ausgebildet. 

 

Auch die Eignung als Ausbildungsleiter habe ich absolviert.  

 

Doch ohne die nötige Erfahrung im Umgang mit (gestörten)Mensch/ Hunde/Beziehungen nützen die schönsten Aubildungs-Scheine nichts!

Die besten Lehrer waren meine eigenen "Problem"Hunde.

Es gibt keinen vorgefertigten Lösungsweg für ein Problem zwischen Mensch und Hund, da auch der Hund ein Individuum ist. 

 

Ich betrachte das Mensch/Hund/Gespann als ein Ganzes und versuche gemeinsam einen Weg für ein harmonisches Miteinander zu finden.

  

 

 

25.3.08                         Die Adoption von Calle 

 

 

 

Seit gestern haben wir Zuwachs bekommen! 

Jungrüde "Calle vom Ellenbach" 1,5 Jahre jung, Hovawart (HZD) schwarzmarken, ist bei uns eingezogen. 

Die arme Socke wurde dem Züchter zurückgegeben, es war wohl zuviel Hovawart. Er lebte ca. 1 Jahr auf einem Hof und durfte tun und lassen was er für richtig hielt. Bis er das tat was eben ein guter Hovi tut, bewachen und stellen. Jogger wurden in Schach gehalten, Kinder vom Rad geholt, andere Hunde plattgemacht (Keine Agression- eben nur extrem ungestüm). Eben alles was ein Hund so tut wenn man ihm nicht zeigt was er tun darf. Als es richtigen Ärger gab, wurde er angebunden, aber da er sich wohl aus allem befreit hat anschliessend weggesperrt, damit er keinen Mist mehr machen kann..  Erziehung hat er auch danach keine genossen.  

                                                                              

 

                                                       Calle

 

 

 

 

    

Im Haus ist es noch etwas problematisch, er ist sehr ungestüm und Donata meint wohl, daß sie ihn zurechtweisen muß. 

 Zusammen am Tor bellen das klappt schon, zumindest da herrscht Einigkeit!

Immerhin ein Anfang.     


 

 

 

 

 

 Mit etwas Abstand klappt auch das Füttern schon

 

 

 

 

 

Gemeinsam sind wir stark!

 

26.03.08 

 

 

Heute hat Calle Bekanntschaft mit Rüden Tailor gemacht.

Erstmal nach Rüdenmanier angeblafft und den Macho raushängen lassen (alle beide). Tailor hat aufgeritten und das fand Calle nicht so prickelnd....

Dann hat Calle sich aus dem Halsband befreit und ist auf Tailor los, nochmal ein Gekeife und schwupp, kurz danach waren die beiden ein Herz und eine Seele - haben fast 30 min herumgetollt. Eine neue Freundschaft ist entstanden und Calle hat endlich jemanden gefunden der ihm an Schnelligkeit das Wasser reichen kann. Aber auch im engen Spiel waren die beiden sehr friedlich miteinander. 

 


 

31.3.08                                                        Calles erster Tag auf dem Hundeplatz

 

 

Calle war auf dem Hundeplatz und hat das "hopp" gelernt. Es hat ihm sichtlich Spaß gemacht. Das Abliegen war aber nicht so sein Ding. Hat er sich doch aus seinem Geschirr UND Halsband geschält und wollte zu mir.

Frauchen war aber schlauer und hat es geschafft dass er sich nicht mehr befreien konnte. Nach einiger Zeit hat auch das Abliegen geklappt und er musste nicht mehr weinen.

 

 

 

 

 

 

 

Hurra ich hab die Beute

 

 

18.4.08                                              Neues von Calle

 

Calle macht sich prächtig, im Haus ist alles friedlich, wobei Donata ihn immer noch erzieht.

 

Mittlerweile kennt er die Rituale und passt sich toll an. So langsam hat er auch eine Erwartungshaltung an den Menschen, die ihm vorher völlig gefehlt hat.  Er durfte das 1. Jahr wie ein Strassenhund leben, bis er komplett weggesperrt wurde. Belohnung für Gehorsam kannte er bis dato überhaupt nicht.

 

Auch einen Stadtgang haben wir hinter uns, da zeigte er sich total relaxt. Gaststätte auch überhaupt kein Problem.

Ansonsten ist er ein Schmusebär, das Schnappen nach der Hand hat sich völlig gelegt. Seine Ohren lässt er sich bereitwillig untersuchen und auch beim Tierarzt war er brav.

 

 

 Calle und Tailor bei Tailor zuhause

 

 

 

 

Jagd nach dem Stock

 

 

2 Prachtkerle

 

 

 

25.6.2008                                                   Neues von meinem Rudel

 

Nun ist Calle 3 Monate bei uns. Calle ist ein äusserst selbstbewusster Rüde, der am liebsten alleine entscheiden möchte, was zu tun ist.

Zu Menschen ist er mittlerweile sehr freundlich geworden, auch Männer stellen kein Problem mehr dar.

 

Fremde Hunde allerdings sind potentielle Feinde, die man am besten direkt und sehr heftig angehen muss (meint Calle) und macht auch keinen Unterschied ob Hündin oder Rüde!

 

Den Zahn habe ich ihm mittlerweile gezogen, Frauchen muss natürlich immer aufmerksam sein und ihn im Blick haben.

Heute hatten wir mehrere Hundebegegnungen, nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er sich tatsächlich in sein Los - ein braver Hund zu sein - gefügt. Zu guter Letzt konnten wir (2 Hundehalter und 5 Hunde) sogar ein längeres Gespräch führen und Calle sass brav dabei ohne weitere Agression zu zeigen.

 

 

Calle im Juni 2008

 

 

 

22.8.08

 

Es gibt tolle Neuigkeiten: Calle darf frei laufen - endlich befreit von der Schleppleine.

Wir haben wieder einige Tage bei Paul Heck (Hovileute kennen ihn im In- und Ausland)

verbracht (Auch ein Ausbilder benötigt dann und wann einen Coach). Dort hat Calle an der Schleppleine eine Erfahrung gemacht, die ihn dazu bewogen hat mir besser zu gehorchen. Auf einem eingezäunten Grundstück (Netzzaun) waren Ziegen und Schafe untergebracht, die immer sein ungeteiltes Interesse erregten. Er wollte zum Zaun - ich ein scharfes "NEIN" - Calle gehorchte nicht und bekam dermassen eine gewischt, dass ihm die Panik in den Augen stand und er ohne Leine wohl stiften gegangen wäre.

Seither ist er anhänglicher geworden und reagiert viel besser und zügiger gut auf meine Kommandos. Er darf frei laufen, wenn der Weg übersichtlich ist und seit einer Woche kommt er selbst bei Ablenkung zügig auf mein Rufen "HIER".

Natürlich ist jedesmal meine Freude groß und seine Belohnung ebenso. So langsam kapiert er doch, um was es geht.

Zuhause ist er ein toller Hovi geworden, ausgeglichen und ruhig. Mit Donata versteht er sich bestens, die beiden hängen sogar an einem Stock, das hat Donata, solange ich sie kenne, noch nie bei einem anderen Hund geduldet. Bei Calle ist das anders.

Resume nach 5 Monaten - lange hat es gedauert, aber mein "Bubsche" ist mittlerweile ein klasse Kerl geworden.

 

 

Ach - ehe ich es vergesse - auf der Clubsiegerschau in Bensheim (RZV) ist Calle ein "Vorzüglich" gelaufen.

Eigentlich meldete ich ihn zu Übungszwecken dort an - viele andere Hunde und Menschen - es klappte und dann noch dieses Ausstellungsergebnis. Die Züchter und ich waren einfach stolz auf ihn!

Ausbildungsmäßig merkt man deutliche Fortschritte, er spielt gerne mit mir, was anfangs undenkbar war. dadurch kann ich ihn auch bei der Unterordnung motivieren. Ich hoffe, daß wir im Frühjahr 2009 die BH (Begleithundeprüfung) absolvieren können. Diese ist die Grundlage um weitere Prüfungen machen zu können. Calle ist - im Gegensatz zu Donata - nicht eben begeistert von Fuß, Sitz,Platz und dem ganzen Procedere. Er hat am liebsten ÄÄÄÄÄktscheeen.... aber das Fährten macht ihm sehr viel Freude, das "Fuß" laufen bald hoffentlich auch!

 

23.10.08

 

Sieben Monate sind nun vergangen. Calle hat sich prächtig eingelebt, trotz allem merkt man immer noch daß seine Vergangenheit für ihn nicht einfach war. 

Weggegeben -  einige Wochen zu einem dubiosen Ausbilder, der wer weiß was mit ihm gemacht hat.

Sein Kontrollzwang draußen ( er muß alles kontrollieren und notfalls eingreifen) Jeden Tag lernt er ein kleines Stück dazu, manchmal gibt es auch Rückschritte, aber die nur von kurzer Dauer sind.

Jede Hundebegegnung ist "Arbeit und Lernen" für ihn.

Die Tobanfälle vom Anfang sind Vergangenheit, allerdings nicht immer bleibt er gelassen.

Sein Sozialverhalten ist viel viel besser geworden, eine fast normale Kontaktaufnahme mit anderen Hunden ist nun auch möglich. (Hündinnen)

Kleine Hunde mag er sehr, dort zeigt er sein übliches Verhalten nicht, sondern ist freundlich.

Donata und Calle sind mittlerweile ein richtiges Team und mögen sich sehr, liegen meistens nebeneinander, mein alter Rüde Casper ist oft genervt von Calle, der ganz angetan von ihm ist.

Calle bekommt Bachblüten, da er in vielen Situationen Übersprungverhalten zeigt. Etwas ausgeglichener ist er dadurch geworden.

Sicherlich gehen noch einige Monate ins Land bis er völlig "angekommen" ist.

Ich beschäftige mich recht viel mit ihm alleine, Fährtensuchen liebt er, wie auch Action und Spiel.

Auch er wird in naher Zukunft ein ganz toller Freund und Begleiter werden.

 

 

 

 

Calle nach beendeter Fährtensuche 

 

 

 

Noch Fragen? oder Anregungen? Gerne können Sie mich anrufen oder eine Mail schreiben.